Euler-Orgel in Goßfelden

Evangelische Kirche Goßfelden
Das Dorf, welches beiderseits der Lahn liegt, war bis 1809 zweigeteilt: Der südlich der Lahn liegende Ortsteil gehörte seit 1273 zum Gericht Goßfelden, während der nördlich der Lahn gelegene Ortsteil seit 1374 zur Grafschaft Wetter gehörte. Unter Anleitung des landgräflichen Baumeisters Giovanni Ghezzy wurde 1749 die Kirche in Goßfelden gebaut.

Die Orgel
Die zweimanualige Orgel mit 11 Registern auf pneumatischen Kegelladen wurde im Jahre 1890 durch Conrad Euler hinter einem Prospekt der alten Orgel von Ziese erbaut. Sie lässt sich stilistisch der Spätromantik zuordnen.

Musikbeispiel der Euler-Orgel mit dem Ensemble Metamorphonica:

Quasi Allegro aus: 7 Pièces pour Orgue ou Harmonium en Ré majeur et Ré mineur 'Pour le temps de Noël' - César Franck (1822-1890)

Interview mit Eva-Maria Rusche:

Die Disposition
I. Manual:
Prinzipal 8'
Gedackt 8'
Oktave 4'
Corn. Mixtur 3f.

 

II. Manual:
Flöte 8'
Salicional 8'
Gemshorn 4'
Quinte 2 2/3'
Prinzipal 2'

 

Pedal:
Subbass 16'
Oktavbass 8'

Tremulant
Koppeln II-I, I-P, II-P, Suboktavk. II-I
3 feste Kombinationen (Piano, Mezzoforte und Tutti)

Der Orgelbauer Conrad Euler
Conrad Friedrich Carl Euler entstammt einer angesehenen Orgelbauerdynastie und übernahm die Werkstatt “Gebr. Euler” nach dem Tod seines Vaters Friedrich Wilhelm. Er verlegte den Betrieb 1910 von Gottsbüren nach Hofgeismar, wo die Werkstatt schließlich von seinem Sohn und dann seinem Enkel weitergeführt wurde. Das Familienunternehmen galt damit mit insgesamt 12 Generationen als Deutschlands ältestes Orgelbau-Unternehmen. 1995 übernahm Elmar Krawinkel die Werkstatt.

Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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Studio Katharco