Vogt-Orgel in Battenfeld

Evangelische Kirche Battenfeld

Die evangelische Kirche Battenfeld ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Battenfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Allendorf (Eder) im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen).
Battenfeld war im Mittelalter Sitz eines Sendgerichtes. Die erste Erwähnung einer Marienkirche stammt aus dem Jahre 879, die heutige Kirche wurde im 12. Jahrhundert als (für die Größe des Ortes ungewöhnliche) romanische Pfeilerbasilika errichtet und besitzt einen wehrhaften Westturm. Mit der Reformation wurde die Gemeinde reformiert und schließlich lutherisch. Die zwei ursprünglichen Seitenschiffe wurden im Dreißigjährigen Krieg abgerissen. Mit dem Einbau der hölzernen Emporen (laut Inschrift aus dem Jahre 1661) wurde die Kirche zur Predigtkirche umgestaltet. Die Emporen wurden 1742 mit Apostel- und Evangelistendarstellungen bemalt. Eine Inschrift aus dem 1815 deutet auf die Errichtung der Westempore als Aufstellungsort einer Orgel hin.

Die Orgel
Die Orgel aus dem Jahr 1871 baute Jacob Vogt aus Korbach.

Das Instrument mit mechanischen Schleifladen verfügt über 19 Register, die auf zwei Manuale und Pedal verteilt sind.

Der fünfachsige Prospekt hat drei Rundbögen mit Dreiecksgiebeln, von denen der mittlere überhöht ist. Dazwischen vermitteln niedrige Pfeifenflachfelder.

Die Licher Firma Förster & Nicolaus Orgelbau restaurierte die Orgel im Jahr 1977.

Interview mit Reiner Gasse, Axel Marburg und Eva-Maria Rusche

Die Disposition:

 

I Hauptwerk C–f3
Quintatön 16′
Principal 8′
Hohlflöte 8′
Viola di Gamba 8′
Octave 4′
Flöte 4′
Quinte 2 2⁄3′
Octave 2′
Cornett III (ab c) 2 2⁄3′
Mixtur IV 2′


II Nebenwerk C–f3
Gedackt 8′
Flauto Traverso 8′
Salicional 8′
Gemshorn 4′
Gedacktflöte 4′

 

Pedal C–c1
Subbass 16′
Principalbass 8′
Violonbass 8′
Posaune 16′

 

Koppeln: II/I, I/P

Die Orgelbauer Jacob und Eduard Vogt

Jacob Vogt (1811-1891) lernte zunächst bei seinem Vater Johannes Vogt aus Ziegenhain, später beim Orgelbauer Siegfried Hesse in Thüringen. 1845 gründete er seinen eigenen Betrieb in Korbach, in den sein Sohn Eduard 1871 gleichberechtigt einstieg. Die Werkstatt wurde von dessen Söhnen Hermann und Richard wiederum bis 1954 weitergeführt.

Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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