Eifert-Orgel in Eckelshausen

Evangelische Dorfkirche Eckelshausen/Biedenkopf
 

Die Kirche romanischen Ursprungs liegt im Lahntal in der Nähe von Biedenkopf. Eine Besonderheit ist die Ringmauer um das obere Plateau. Die Emporeneinbauten stammen aus dem Jahre 1775.

http://www.kirche-eckelshausen.de/kirchen.html

Die Orgel

 

Die zweimanualige Orgel mit Pedal hat einen neuromanischen Prospekt und 10 Register auf mechanischen Kegelladen. Sie wurde 1901 vom Orgelbauer Adam Eifert aus Stadtilm gebaut und 1980 renoviert sowie 2009 saniert. Obwohl sie relativ wenige Register besitzt, kann man deutlich das (spät)romantische Klangideal erkennen: von den acht Manualregistern sind fünf in 8'-Lage mit verschiedenen Klangeigenschaften, um eine stufenlose Dynamik zu ermöglichen.

Die originalen Zinnprospektpfeifen fielen dem 1. Weltkrieg zum Opfer und wurden gegen Zinkpfeifen ausgetauscht. Sie ist eine der wenigen vollständig erhaltenen romantischen Orgeln im Hinterland.

 

Die Disposition
 

I. Manual:

Prinzipal 8'

Bordun 8'

Gamba 8'

Oktave 4'

Mixtur 3f. 2'

 

II. Manual:

Lieblich Gedackt 8'

Salicional 8'

Rohrflöte 4'

 

Pedal:

Subbaß 16'

Cello 8'

 

Koppeln II-I, I-P, Windablass, Kalkantenzug, 2 feste Kombinationen (mf und f)

 

Die Eifert-Orgel in Eckelshausen
Die evangelische Pfarrkirche und die Eifert-Orgel in Eckelshausen
Artikel von Dieter Schneider
Eifert-Orgel Eckelshausen.pdf
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Der Orgelbauer

Die Orgelbaufirma Eifert im thüringischen Stadtilm wurde 1871 von Adam Eifert gegründet, der privilegierter “Großherzoglicher Sächsischer Hoforgelbauer“ war. Sein Neffe übernahm Anfang des 20. Jahrhunderts den Betrieb. Heute wird das Unternehmen unter neuem Namen von Orgelbau Schönefeld weitergeführt. Der Firmengründer Adam Eifert baute insgesamt mehr als 140 Orgeln, von denen die meisten für Thüringen und Hessen entstanden sind.

Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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